Zusammenarbeit zwischen Makler und Home Stager
Ein für die SMK-Mitglieder exklusiver Beitrag von unserer Partnerin, Corina Bühler, cbp immoraum AG.
In der Immobilienvermarktung greifen verschiedene Disziplinen ineinander. Bewertung, Preisstrategie, Vermarktung und Besichtigungen bilden die Grundlage eines erfolgreichen Verkaufs. Home Staging ist dabei keine parallele Zusatzleistung, sondern eine vorbereitende Massnahme, die idealerweise früh in den Prozess integriert wird.
Entscheidend für den Erfolg ist eine klare Rollenverteilung. Der Makler verantwortet Marktkenntnis, Preisfindung, Vermarktungsstrategie und die Kommunikation mit Eigentümerinnen und Eigentümern. Der Home Stager konzentriert sich auf die räumliche Wirkung der Immobilie und deren visuelle Wahrnehmung. Zwei unterschiedliche Kompetenzen, die sich sinnvoll ergänzen.
In der Praxis zeigt sich, dass Vermarktungsprozesse deutlich effizienter verlaufen, wenn diese Rollen sauber getrennt sind. Home Staging ersetzt weder Marktanalyse noch Verkaufsstrategie. Es schafft jedoch die Voraussetzung dafür, dass eine Immobilie ihr Potenzial zeigt und richtig eingeordnet wird.
Ein zentraler Faktor ist der Zeitpunkt. Wird Home Staging erst dann eingesetzt, wenn eine Immobilie bereits längere Zeit auf dem Markt ist, geht oft wertvolle Zeit verloren. Wird es hingegen von Beginn an eingeplant, kann die Aufbereitung gezielt auf die definierte Käuferzielgruppe abgestimmt werden. Das reduziert spätere Anpassungen und führt zu klareren Rückmeldungen aus dem Markt.
Auch gegenüber Eigentümerinnen und Eigentümern sorgt diese Aufgabenteilung für Transparenz. Der Makler argumentiert mit Markt, Nachfrage und Preis. Der Home Stager erklärt Raumwirkung, Funktion und Wahrnehmung. Beide Perspektiven ergänzen sich, ohne sich zu überschneiden.
Ein Beispiel aus der Praxis zeigt dies deutlich. Bei einem Verkaufsmandat wurde Home Staging von Anfang an in die Vorbereitung integriert. Die Abstimmung zwischen Makler und Home Stager erfolgte vor der Fotografie. Die Immobilie ging mit einer klaren Bildsprache, einer verständlichen Raumaufteilung und einer konsistenten Wirkung in den Markt. Besichtigungen verliefen strukturierter, Rückfragen waren präziser und Entscheidungsprozesse kürzer.
Fazit
Home Staging entfaltet seine Wirkung dann am besten, wenn es als fester Bestandteil der Vermarktung verstanden wird. Eine klare Zusammenarbeit zwischen Makler und Home Stager führt nicht nur zu einer besseren Präsentation der Immobilie, sondern auch zu einem strukturierteren und professionelleren Verkaufsprozess.
