20. März 2026

Viele Besichtigungen, aber keine Entscheidung

Ein für die SMK-Mitglieder exklusiver Beitrag von unserer Partnerin, Corina Bühler, cbp immoraum AG.

Eine hohe Anzahl an Besichtigungen wird oft als positives Signal gewertet. Gleichzeitig zeigt die Praxis, dass Besichtigungen allein keine Aussage darüber zulassen, ob es zu einem Verkauf kommt.

Es gibt immer wieder Situationen, in denen Immobilien regelmässig besichtigt werden, konkrete Entscheidungen jedoch ausbleiben. Naheliegend sind Anpassungen in der Vermarktung. Diese greifen jedoch nicht immer.

Ein zentraler Unterschied liegt zwischen Interesse und einer klaren Entscheidungsgrundlage. Interesse entsteht schnell, wenn Lage und Eckdaten stimmen. Eine Entscheidung fällt jedoch erst dann, wenn die Immobilie nachvollziehbar ist.

Genau hier zeigen sich häufig Unsicherheiten. Räume wirken uneindeutig, Funktionen sind nicht klar ersichtlich oder Grössenverhältnisse schwer einschätzbar. Besonders bei leerstehenden oder uneinheitlich eingerichteten Objekten fehlt oft eine klare Orientierung.

Diese Unsicherheit wird selten direkt benannt. Stattdessen zeigen sich typische Rückmeldungen wie „wir müssen noch überlegen“ oder „wir schauen uns noch weitere Objekte an“. Solche Aussagen deuten oft weniger auf fehlendes Interesse hin, sondern darauf, dass die Immobilie nicht klar eingeordnet werden kann.

Für den Vermarktungsprozess ist diese Unterscheidung entscheidend. Bleibt eine Entscheidung trotz Interesse aus, liegt die Ursache oft in der Präsentation. Fehlt die klare Lesbarkeit von Räumen und Funktionen, entsteht Unsicherheit. Eine gezielte Aufbereitung schafft hier Orientierung und erleichtert die Einordnung der Immobilie.

Eine klare Darstellung der Raumfunktionen und nachvollziehbare Proportionen erleichtern die Orientierung. Je besser Interessenten die Immobilie verstehen, desto eher treffen sie eine Entscheidung.

Besichtigungen bleiben ein wichtiger Indikator. Entscheidend ist jedoch, ob aus Interesse auch eine klare Entscheidung entsteht.